Darling Harbour, Noodle Market, Jervais Bay, Delfine, Kangaroos, Imax, Melbourne, Wildlife

Guten Morgen, Nachmittag oder Abend liebe Leute,

es ist ja nicht immer ganz einfach, die korrekte Zeit zu erfassen. Hier ist es dunkel, wenn in Deutschland die Sonne brennt 🙂 oder hell, wenn sie bei euch ausgeschaltet ist.

Aktuell ist es bei mir grad ca. 20:15h, ich sitze auf meinem Bett und versuche die vergangenen Dinge und Tage nochmals Revue passieren zu lassen, ohne dabei etwas wegzulassen oder sogar dazu zu erfinden. 😉

In der vergangenen Woche habe ich doch so Einiges erlebt: ich bin auf dem Parramatta River vom berühmten Hafen Circular Quay (sprich es: Zirkula Kie) mit der Fähre nach Darling Harbour geschippert, habe dabei das tolle Opera House gesehen und die berühmte Harbour Bridge durchquert und war danach in Darling Harbour in einem wirklich grottenschlechten intalienischem Restaurant (für viel Geld), habe danach ein wundervolles Abendgetränk namens Souther-Ginger-Ale in einer ebenso wundervollen Bar namens The Loft getrunken; war am Samstagabend auf einem unfassbar großen Nudelfest im Hyde Park; habe am Sonntag eine tolle Bustour nach Jervais Bay Dolphins und Kangaroo Valley unternommen; mich am Dienstag mit einem Berliner Bekannten am Bondi Beach getroffen; war am Mittwoch – so gut wie  – im weltgrößten 3D IMAX im (unfassbar gut bewerteten) Film „Gravity“; bin vom letzten Donnerstag bis gestern (Samstag) in Melbourne gewesen und habe heute den „Australien Wildlife Park“ in Blacktown besucht….puuuuh. 🙂
Das alles nicht allein, sondern meist gemeinsam mit 2-4 anderen Menschen, die ich hier u.a. kennengelernt habe.

FERRY TALE
Die Fahrt mit der Fähre von Circular Quay nach Darling Harbour war wirklich toll und glich beinahe einem Märchen (ok, das war jetzt etwas dick aufgetragen, aber es hat einfach richtig Spaß gemacht). Es ist schon ziemlich beeindruckend, die Oper(a) von so Nahem zu betrachten. Spannend wird es dbzgl. dann auch übernächste Woche, wenn ich mir am Montag (28.10.) die Oper von innen anschaue. Und damit meine ich nicht, dass ich nur mal eben kurz reinlaufe und einen kurzen Blick riskiere, nein, ich werde dort in feinstem Zwirn eine Oper geniessen und mich der ernsten Musik hingeben. Ich bin natürlich schon sehr gespannt wie das wird.
Das teure italienische Dinner nach der Fährfahrt (darf man das so sagen? Ich sag das jetzt einfach mal so.) war dagegen eine Katastrophe, wurde aber durch den tollen Bar-Tipp meiner kleinen Schwester wieder wettgemacht. Nach längerer Suche fanden wir fünf Leute die Bar THE LOFT, mussten uns ausweisen, sämtliche Mützen entfernen und dürften dann in die gute Stube eintreten. Den Southern-Ginger-Ale Drink in der Hand und der Blick von oben auf Darling Harbour war insbesondere im Abendschein einfach nur cool!

NIGHT NOODLE MARKET
Am Samstag waren wir auf einem Nudelfest im Hyde Park. Den ganzen Oktober über ist hier das sogenannte Food Festival mit unterschiedlichen Motti/Mottos/Mottosse(n). An dem Samstag war es die coole Nudel. Es ist wirklich kaum in Worte zu fassen, was da los war. Zigtausende von Menschen, die an etlichen Ständen Nudelgerichte in allen Formen und Farben erstehen wollten und erstanden haben. Es wurden kostenlose Nudelpakete verschenkt und man konnte wirklich viel probieren. Dazu erklang aus diversen Lautsprechern coole Musik und man hatte einfach nur Spaß und gute Laune. Sowas müsste es auch mal in Deutschland geben, das wäre echt irre… Danach gab’s als Absacker noch irgend so einen schwedischen Strawberry-Lime Cidre zu cooler Elektro-Pop Musik und alle waren jut druff 🙂

Noodle Night Market @ Hyde Park

Noodle Night Market @ Hyde Park

JERVAIS BAY DOLPHINS oder: GUCK MAL WENN DA NÜSCHT IS
Am Sonntagmorgen ging es 07:40h mit einem klitzekleinen Reisebus nach Jervais Bay Dolphins. Ein Ort, welcher nicht nur einen der tollsten Strände vorweist, nein, es gibt dort auch Delfine und – mit viiiiiel Glück – Wale zu beobachten. Der Trip wurde gegen ein, sagen wir mal „Entgelt“ (oder besser ENDgeld) von unserer Uni organisiert und beinhaltete neben dem Strandbesuch und dem anschauen von Delfinen, auch noch den Besuch des berühmten Kangaroo Valeys  inkl. seiner Kangaroos und des dortigen 80 Meter tief herabsausenden Wasserfalls.
Der Beach war wirklich unfassbar schön: sehr weißer Sand, unendlich lang und sehr ruhig. Das Wasser fühlte sich angenehm erfrischend an (ich hab mir eigens dafür eine neue Badeshorts gekauft, da meine noch wundervoll bei meinem Freund Martin liegt) und der Spaziergang hat rote Arme gemacht (trotz des verwendeten Faktors 50). Unglaublich, was die Sonne hier für eine Kraft hat. Danach ging’s schnell wieder zum Bus zurück, um zum Delfin Boot zu fahren. Delfine sieht man mit dem Boot zu 96 Prozent. Also so gut wie sicher…..aber huch….ähm…. Wo war denn der Bus??? Tja, einmal nicht richtig zugehört und er war weg. Gesagt hat der Busfahrer gegen 12h  „bitte kommt alle ‚about two‘ zurück“. Eigentlich hatte er vorher was von einer Stunde am Beach gesäuselt, aber die Dame unserer Dreiergruppe hat was mit two verstanden… Nagut, also rufe ich den Busfahrer an, er kommt zurück, sammelt uns ein und sagt uns, dass das Boot nun leider schon mit allen anderen losgefahren ist… (jetzt fiel mir wieder das ENDgeld ein) 🙂 Gesagt hat der Busfahrer im Übrigen ‚a quarter to‘ – er meint hier also 15 vor (1 Uhr) und nicht 2 Uhr. Anna (die Italo-Schweizerin hat’s leider nicht richtig verstanden)…egal. Nun haben Anna, Jed (der lustige Franzose) und ich uns in die Beachbar verkrochen, ein australisches „VB“ Bier getrunken und traurig aufs Meer geguckt… Und plötzlich waren sie da…2-3 Delfine, ganz dicht vor uns. Juchu, doch welche gesehen. Nach 1,5 Stunden kam das Boot wieder zurück, freudestrahlende Gesichter verließen das Boot #nicht…denn die eben höchstseltenen 4 Prozent sind eingetreten. Es gab keine Delfine zu sehen. Wir hatten also Glück im Unglück. Danach noch schnell ins Kangaroo Valey…aber huch, auch da bei 37°C keine Kangaroos….stattdessen nur Lakritzeis. Der Wasserfall hat mich danach dann auch nicht mehr aus den Socken gehauen. Aber gut, was will man schon von einer Delfin-, Kangaroo-, Wasserfalltour erwarten 🙂 Alles ín allem, war es dennoch ein gelungener Tagestrip mit vielen neuen Eindrücken.

Jed, der lustige Franzose

Jed, der lustige Franzose

IMAX 3D „Gravity“- doppelt oder nichts
Dienstag hatte ich mich ja am Abend mit einem Berliner Bekannten getroffen. Thang, so heißt der lustige Herr, ist selbst auf einer kleinen Tour durch Neuseeland und hat außerdem ein paar Leute seiner Family in Australien besucht. Der letzte Schrei hier in Australien sind übrigens POLARISIERENDE Sonnenbrillen. Thang hat sich so’n Ding direkt gekauft und mich da mal durchschauen lassen. Das Gerät kann definitiv zaubern! Es macht, das betrachtete Dinge aussehen, als hätten sie plötzlich eine HD-Auflösung. Irre. Muss ich unbedingt haben!
Mittwoch war dann IMAX Tag. Es war wieder die Fünfergruppe vom letzten Mal in Darling Harbour (Anna, Marcel, seine Freundin Andrea, Silja (Freundin der Freundin) und ich) und neu dabei: Jed, der lustige Franzose. Tickets in der Hand und voller Vorfreude gehts also ins Kino. „Ist aber ein bisschen dunkel hier“, sagt Jed. Stimmt. 100e von Menschen gehen rein, aber der Fressstand ist dunkel. Und 3D Brillen werden auch nicht ausgegeben. Was ist denn nun schon wieder los…die Dreiergruppe verbreitet doch nicht etwa schlechtes Karma? Anscheinend doch. Denn tatütata die Feuerwehr ist da, es hat im Keller des Kinos gebrannt. Kein Strom mehr da. Somit kein Popkorn, kein kaltes Bier, keine 3D-Brillen und – of course – keine beleuchtete Kinoleinwand. Kino fällt also auch aus. Schade! ABER: als Entschädigung gibt es für jedes Ticket ein Zweites on top. Yeah! Somit gehen wir also morgen (Montag) erneut ins Kino und dann nochmals. Ist das nicht wunderbar?

MELBOURNE: (K)EIN TIGER FLIEGT IN DER LUFT
Am Donnerstag ging es dann bis gestern (Samstag) für drei Tage nach Melbourne. Wir sind wirklich sehr sehr viel gelaufen…Es war im übrigen wieder die Dreiergruppe. Das ist wichtig für später… 🙂

Gesehen haben wir den Ort St. Kilda (dort wird im März immer so ein komischer Kreis aufgebaut, in dem dann ulkige und laute Autos entlang rasen), wir waren in der hippsten Rooftop Bar, im angesagtesten Vietnamesichen Restaurant „Chin Chin“, im „The Swan Hotel“ um dort einer Liveband zu frönen, in der St. Patrick Cathedral mit goldenen, leuchtenden Fenstern, in Captain Cooks Haus (Cooks‘ Cottage@Fitzroy Gardens)….

Captain J. Cook grüßt schön.

Captain J. Cook grüßt schön.

…in den Royal Botanical Gardens, im Shrine of Remembrance (erbaut zum Gedenken an den Zweiten Weltkrieg) – von denen man das autralische World Trade Centre & eine Art Eifelturm sehen konnte, auf dem Queen Victoria Market (auf dem es neben Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch – vor allem auch echte gefälschte Markenware gab) und zu guter letzt in der besten Kaffeebar „Seven Seeds“ (einer Empfehlung von Alex, einem Hamburger Freund).

Royal Botanical Gardens (inkl. Twin Towers und Eifelturm)

Royal Botanical Gardens (inkl. Twin Towers und Eifelturm)

Das Allerletzte des Tages war dann aber natürlich der Rückflug nach Sydney. Und das meine ich nun wörtlich, denn – ACHTUNG, jetzt folgt das oben versprochene Karma unserer Dreiergruppe – unser Flug wurde gestrichen….boah! Jetzt guckt ihr alle, wa? Wir aber auch. Das kann ich euch sagen. Es gab keinen Grund. Auch das immer noch aktuell schlimm wütende Feuer in Sydneys entfernteren Region Blue Mountains ist hier nicht der Auslöser. Vielmehr vermute ich ökonomische Hintergründe. Denn wir sind trotzdem zum Flughafen gefahren und wurden ausnahmsweise auf den früheren Flug umgebucht (wie die meisten Fluggäste des gleichen Fluges). Puuuh…Glück im Unglück. Schon wieder! Zum dritten Mal in o.g. Konstellation.


WILDES LEBEN
Heute, am Sonntag, ging es dann in den National Wildlife Park nach Sydney Blacktown. Es ist DIE Möglichkeit, ausschließlich einheimische Tiere auf relativ freier Wildbahn zu sehen. Es gab große Tiere, kleine Tiere, niedliche Tiere, ganz ganz hässliche Tiere, liebe Tiere und instinktiv „böse“ Tiere zu sehen. Sehr nett und spannend war der Fakt, dass man Koalas und auch Kängurus füttern dürfte und diese Zeit ausreichte, um die Tiere zu berühren….zu packen, zu braten und auf den Teller zu legen….(äh, sorry, das letztere war Quatsch, aber bis „berühren“ stimmt alles). 🙂 Insgesamt ein wirklich netter Ausflug und interessante Eindrücke!

Ich so...inmitten von Kangaroos, Koalas, Wombats und Krokodilen @National Wildlife Park, Sydney.

Ich so…inmitten von Kangaroos, Koalas, Wombats und Krokodilen @National Wildlife Park, Sydney.

So, Ladies & Gentlemen, ich bin mir sicher, ihr seid jetzt ganz schön geschafft vom Lesen. Ich bin ebenfalls etwas ermattet. Es ist nun auch schon 22:50 Uhr hier. Das heißt, Abendbrot essen, vielleicht nochmals kurz mit meiner lieben Hostfamily quatschen und dann ab in die Heia. Morgen geht die Uni wieder los….

Ich hoffe, ihr hattet Spaß beim lesen, wisst nun, warum ich jetzt erst schreiben kann und natürlich, dass es euch allen gut geht!
Ich versuche das nächste Mal, nicht zu viel Zeit verstreichen zu lassen… Kann aber nichts versprechen 🙂

Bleibt weiterhin neugierig!

Bis bald,
Dennis

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7 Gedanken zu “Darling Harbour, Noodle Market, Jervais Bay, Delfine, Kangaroos, Imax, Melbourne, Wildlife

  1. Klingt vor allem…viel! Und superklasse. Willst du das Tempo bis Februar durchhalten und wann warst Du überhaupt das letzte Mal joggen? Schwänzen is nich! Und ICH finde echte Delfine total klasse und möchte doch sehr gerne wissen, was Du Dir in der Oper anschaust und ob Du tatsächlich Geld für die Karten gezahlt hast? Oder ist das ein organisierter Schulausflug?! Ich mach mir Sorgen. Ehrlich 😉

    • Hey Julia,

      das ist auch ganz schön viel, hat sich aber einfach nicht anders ergeben. Falls mir weiterhin viele Dinge einfallen, werde ich sie einfach alle machen…bis Februar 🙂
      Joggen war ich letzte Woche das letzte Mal. Ich hab Probleme mit meinem rechten Fuß (kann kaum auftreten). ich denke, die vielen u starken Steigungen sind zu viel für den Fuß. muss jetzt sicherheitshalber mal pausieren. habe im netz ziemlich doofe Dinge darüber gelesen…
      Den Operbesuch haben wir selbst organisiert. die Uni organisiert nichts, bietet höchstens Sonderpreise an. Karte kostet 100$ (ca. 75€). es handelt sich um ein Lateinamerikanisches Stück. mehr dazu im nächsten Blog.
      Sorgen musst du dir deshalb aber keine machen! Kultur ist ja wichtig 🙂

      Drücker!!

  2. Mensch du erlebst ja tolle Sachen! Fühl dich gedrückt und noch ganz viel Spaß da in der Sonne 🙂

  3. I don’t understand nothing in German language, but i can confirm that we had some great moment together !!! And it is not finished yet!!! (Jed, der lustige Franzose)

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