The Blue Mountains

Hi Leute,

heute ist wieder eine dieser Märchenstunden…zumindest kommt es euch doch sicher manchmal so vor, wenn der Onkel Dennis seine Geschichten erzählt, nicht wahr? 🙂
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Eine Woche nach dem Surfcamp gab es unsere große Blue Mountains Tour. Normalerweise kann man sie für viel Geld im Reisebüro buchen oder aber man nimmt einfach den Zug nach Katoomba und steigt dort nach einer etwa 2-stündigen Fahrt aus. Beide Wege führen zum selben Ziel, aber einer ist sehr sehr günstig 🙂
20140211-234758.jpg(v.l.n.r. hinten: Renato, Marcus, Clement, Moises, Pavlina und
v.l.n.r vorn: Sergio, Dennis, Gabriela, Paolo …nahmen den Zug…)

The Blue Mountains ist eine Bergregion etwa 50-70 km westlich von Sydney entfernt. Ihr kennt sie traurigerweise mit Sicherheit von den ersten große Buschfeuern Ende des letzten Jahres 2013, denn viele von euch haben mich nach meinem Wohlbefinden gefragt, als es in Deutschland TV-Berichte über Brände in Sydney gab. Ich war zu diesem Zeitpunkt grad in Melbourne und hatte nicht mitbekommen, dass Sydney durch die wütenden Buschfeuer in den Blue Mountains komplett in einer dunklen Rauchwolke gehüllt war. Kein schöner Anblick, als ich wieder zurück kam.

Die Blauen Berge sind aber vor allem für wunderschöne Landschaftsbilder und insbesondere für die „Three Sisters“ bekannt – einer Steinformation, die wie drei Türme in die Luft ragt. Die Namen der Drillinge sind nicht Tick, Trick und Track, sondern Meehni (922 m), Wimlah (918 m) und Gunnedoo (906 m). 🙂
20140211-234827.jpgThe Three Sisters

Unser Spaziergang zu den „Three Sisters“ startete in Katoomba. In den Bergen angekommen wählten wir den „Prince Henry Cliff Walk“ um zur Aussichtsplattform „Echo Point“ zu gelangen, von der man einen tollen Blick auf Berge, Schluchten und Täler hat. Der Weg führte an steilen Klippen vorbei sowie durch regenwaldähnliche Regionen mit u.a. riesigen Eukalyptusbäumen, welche einen angenehmen Geruch verbreiteten.
20140211-234855.jpgDer Walk dauert etwa vier Stunden, beinhaltetet atemberaubenden Szenerien und überraschende Wetterwechsel. Wechsel, wie man sie sonst nirgendwo anders in Sydney erlebt. Auf warme sommerliche Temperaturen von 26°C folgten urplötzlich massiver Regen bei 18°C und sogar – und das muss man sich nun wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen – Eishagel bei kühleren 14°C… unfassbare Wetterumschwünge. Teilweise vollkommen durchnässt, war es dennoch fantastisch, diese Bilder einzufangen und für immer zu memorieren.
20140211-234814.jpgEs hat wirklich unglaublichen Spaß gemacht und ich glaube so ziemlich jeder von uns war von der Schönheit dieser Region überwältigt. Immer wieder hat man aber leider auch Flächen gesehen, die durch das Buschfeuer komplett verbrannt und dadurch schwarz und leer waren. Doch die Natur hat sich hier anscheinend im Griff, das Ökosystem scheint irgendwie zu funktionieren, denn man kann hier und da schon wieder nachwachsende grüne Pflanzen entdecken.

Nach etlichen Stunden erreichten wir am Ende unserer Tour noch kleine Wasserfälle, die „Katoomba Falls„, die ganz nett aussahen, aber eigentlich gar nicht wie Wasserfälle wirkten. Richtige Wasserfälle zeige ich euch, wenn ich über den Regenwald in Cairns berichte, wo ich letzte Woche war.
20140211-234842.jpgKatoomba Falls

Der heutige Bericht war ausnahmsweise eher rein informativer Art. Nächstes mal gibt’s wieder ein paar Witze zwischendrin 🙂

Dafür habe ich diesmal ein tolles Rezept meiner Schwester für euch.
Hier in Australien kann man eine Milliarden Hummus-Sorten kaufen. Es war mir gar nicht klar, dass dieses Land so extrem auf Hummus steht. Hummus ist ein leckeren Dip oder Brotaufstrich, welcher hauptsächlich aus gekochten und pürierten Kichererbsen (arab. „Hummus“) besteht.

HUMMUS
• 2-4TL Tahin (Sesampaste)
• Cumin (Kreuzkümmel), Messerspitze
• Zitrone (nach Geschmack, nicht zu viel)
• 1EL Naturjoghurt
• 400g gekochte Kichererbsen (aus der Dose)
• Salz (Prise)
Alle Zutaten pürieren, zwischendrin immer mal wieder mit Salz, Zitrone, Cumin, Tahin, abschmecken. Fertig!

Bleibt weiterhin neugierig!
Euer Dennis

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Wohnungswechsel, Schulstart, Darling Harbour – Bridge u Opera House

Tag alle zusammen,

obwohl es hier schon 23:52 h ist, und ich ja eigentlich ein bisschen müde bin, fummle ich mal wieder ein wenig an meinem Blog rum. Wird auch höchste Eisenbahn, denn langsam fange ich schon an zu vergessen, was ich alles schreiben wollte.

Starten wir doch einfach da, wo ich beim letzten Mal aufgehört habe: mit Sport. Den hätte ich heute nämlich eigentlich machen müssen…hab ich aber nicht. Ätsch.

Nächstes Thema.

Am Montag bin ich nun endlich umgezogen. Ich wohne zwar weiterhin nicht grad weit von Bondi Beach entfernt, aber das Meer kann ich nun leider nicht mehr sehen, ohne dort in ca. 10-15 min hinzulaufen. Ist aber nicht schlimm, denn meine neue Unterkunft ist ebenfalls nett und vor allem mit wirklich sehr sehr netten Familyhosts ausgestattet 🙂

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Montag war aber zufällig noch ein anderer interessanter Tag – nämlich Feiertag. Der sog. Labour Day widmete sich dem 100-jährigen Bestehen der Navy, weshalb ich es mir nicht nehmen lassen habe, nach Darling Harbour zu fahren, um mir deren riesige Kriegsschiffsflotte anzuschauen. Zuvor war wohl auch noch der olle Prinz Harry da, entdecken konnte ich ihn aber in dem Gewusel nicht…..na jedenfalls ist es schon ziemlich beeindruckend, solch große Schiffe reihenweise auf dem Meer – vor allem bis hin zum überaus berühmten Hafen Circular Quay – zu sehen. Bei frühzeitiger Ticketbuchung hätte man sogar eines der Schiffe von innen betrachten dürfen.

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Nach einigen Stunden im Hafen und in der Umgebung habe ich mich dann mal auf die Suche nach einem echten Supermarkt gemacht. Bis dahin konnte ich überall nur Kioske entdecken, die wirklich gepfefferte Preise verlangen. Gefunden habe ich schlussendlich zwei große Supermärkte (Woolworth und Coles). Beide sind überwältigend groß, sozusagen riesengroß, und für mich als Neuprodukt-Junkie eine echte Herausforderung. Ich meine, da ist für mich ja wirklich alles neu. Demnach müsste ich auch alles kaufen….geht aber nicht, denn die Tüten werden mir dann zu schwer. Ein bisschen was ging dann aber doch und somit taste ich mich langsam an das Food der Australier heran.

Eines der schlimmsten Foods ist dabei das sehr beliebte “Vegemite”. Ein Brotaufstrich aus konzentrierten Hefeextrakten, wie sie bei der Bierherstellung übrig bleiben (also quasi Resteessen) 🙂 Vegemite gilt in Australien als Inbegriff typisch australischer Ernährung und wegen seines ungewöhnlichen Geschmacks als „the taste of Australia“. Im Prinzip schmeckt es eigentlich höchstkonzentriert salzig und nach Maggi, und dies so extrem, dass man es am besten nicht isst, sondern für die Füße zum abrubbeln nimmt…

Dienstag ging’s dann auch endlich mit dem Business-Englischkurs los. Durch die Pausen wird der Intensivkurs zum IntensivSTkurs. Denn er startet 9.30 h und endet 16.30 h. Viel Freizeit bleibt da kaum. Und der Hammer ist, es gibt auch noch Hausaufgaben auf. Montags werden Tests geschrieben, für die muss ich dann auch noch pauken. Aber es macht Spaß, man lernt viel Neues und kommt mit ’nem Haufen Menschen zusammen. Die Meisten sind etwa des mittleren Endes von 20 🙂 Aber es gibt auch Ältere. Da ich permanent auf 30-33 Jahre geschätzt werde, gehöre ich optisch zu den jungen Hüpfern 🙂

Während der Mittagspause war ich gestern dann auch endlich mal an der berühmten Harbour Bridge und dem noch berühmteren Opera House. Auch das war sehr beeindruckend anzusehen. Auf die Brücke werde ich demnächst irgendwann mal draufklettern (ist erlaubt, keine Angst. Es gibt dafür geführte Touren.) und ins Opera House gehe ich selbstverständlich auch hinein. Ihr wisst ja, ich bin ein großer Fan ernster Musik….

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Heute waren wir mit ein paar Studenten in der Art Galerie von Australien. Teilweise sehr interessante Gemälde und Installationen, teilweise auch…ähm…nicht. 🙂

So Leute, das war’s wieder einmal. Ich kriege langsam Durst, morgen früh muss ich zudem in die Schule und außerdem haben wir diese schrecklich warmen Temperaturen hier, die dafür sorgen, dass man so spät abends irgendwie müde wird. Morgen sollen es übrigens ca. 35 °C werden. Ist das zu glauben?

Ich wünsche Euch nur das Beste der Welt und bleibt neugierig!

Cheers – oder wie der Australier sagen würde g’night,
Dennis